Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Nun, der Herr erwiderte: Betrinke dich nur jeden erſten des Monats, dafür ſollſt du jeden zweiten des Monats fünfzig Knutenhiebe bekommen, damit du wieder vollkommen nüchtern biſt. O! du biſt ein gü⸗ tiges Väterchen, ſprach der Leibeigene, betrank ſich fortan jeden erſten, machte dann allen möglichen Spekta⸗ kel, wälzte ſich im Straßenkothe, begehrte auf, verſagte den Gehorſam, bekam dagegen ebenſo pünktlich jeden zweiten ſeine Knute, küßte darnach dem gütigen Väterchen die Hand und arbeitete den Reſt des Mo⸗ nats bei vollkommener Nüchternheit fleißiger, williger und beſſer als jeder Andere. So, meine liebe Kleine, iſt es mit meinem Sclaven Orloff. Er iſt der treueſte, der aufmerkſamſte, klügſte und vor Allem der gehor⸗ ſamſte aller meiner Diener, aber von Zeit zu Zeit be⸗ kommt er ſeinen Rauſch von Ehrgeiz, Herrſchſucht und Widerſpenſtigkeit und dann dann muß er die Knute bekommen wie jener Leibeigene. Und da ich ihn nicht vor der Welt ſtrafen kann denn ich dürfte, ohne meiner Würde als Frau und Monarchin zu vergeben, ohne Zweifel an meiner unumſchränkten Macht zu erwecken, eine öffentlich verhängte Strafe nicht wieder aufheben bleibt mir nichts übrig, als ihn perſönlich zu züchtigen; jo komme ich weder in Gefahr, von dem ehrgeizigen Manne unterjocht zu

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