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ten zwei ucbeneinanderliegende Thüren, die eine in das Schlafgemach der großen Katharina, die zweite in ein Zimmer, welches ſie jetzt mit einem kleinen Schlüſſel aufſchloß. Dieſes Zimmer, in welches hier⸗ auf die beiden Damen traten, machte einen eigenthüm⸗ lichen myſteriöſen Eindruck.
Vier kahle Wände ſtarrten den Eintretenden ent⸗ gegen, das ſpärliche Licht fiel nur durch ein kleines Fenſter ganz oben unter der Decke herein und ſogar dieſes war mit dicken Eiſenſtäben ſtark und dicht ver⸗ gittert.
An der Wand, welche der Thüre lag, hing an einem Nagel eine große Knute. Sonſt war Nichts in dem Zimmer.
Jadwiga blickte ſtaunend umher.
Katharina ſchlug ein lautes muthwilliges Ge⸗ lächter auf.„Verſtehſt Du jetzt?“ fragte ſie.
„Noch immer nicht, Majeſtät.“
„Nun, ſo will ich mich Dir genauer erklären“, ſagte die Monarchin.„Kennſt Du die Anekdote von dem ruſſiſchen Leibeigenen, der ſeinen Herrn bat, ſich
einmal im Monate betrinken zu dürfen, damit er dann um ſo gewiſſer nüchtern bleiben und fleißig ſein könne?“ „Nein, Majeſtät“, antwortete Jadwiga.


