Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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loſen Härchen aus der Stirne.Nein, ſfagte ſie dann.

Wie, Majeſtät!

Ich ſchätze ſeine großen Talente, ſprach die Kaiſerin,und ich bin ihm perſönlich gewogen, aber er weiß es ſelbſt am Beſten, daß er mir nicht unent⸗ behrlich iſt, ja bei Keinem wäre Güte oder Großmuth weniger gut angewendet, als bei dieſem wilden ruſ⸗

ſiſchen Eisbären. Ich kann ſeine Rohheit nur dadurch

zähmen, nur dadurch Herr ſeiner unbändigen, wider⸗ ſpenſtigen Natur werden, daß ich ihn von Zeit zu Zeit daran erinnere, daß er nur mein Sclave iſt und ich ihn allen Ernſtes züchtige.

Wie ſoll ich das verſtehen, Majeſtät? erwiderte das erſtaunte Mädchen.

Du wirſt mich gleich verſtehen, ſprach Katha⸗ rina,komm.

Jadwiga folgte mit einigem Herzklopfen der Monarchin, welche ihr voran in den kleinen Saal ſchritt, der vor ihrem Schlafgemach lag und in wel⸗

chem die Kaiſerin nur ihre intimſten Beſuche, ihre

wenigen Freunde, die Fürſtin Daſchkoff, die Gräfin

Saltikoff, Frau von Mellin, die beiden Orloff und

den Grafen Panin zu empfangen pflegte. Aus dieſem

reizend dekorirten und möblirten duftigen Raume führ⸗ 15*