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be Majeſtät, er ſollte Sie doch kennen“, flüſterte Jadwiga ein wenig furchtſam.
„Er kennt mich“, erwiderte Katharina,„und eben deßhalb zittert er vor mir, ja, er hat Angſt vor mir und ich würde es ihm auch nicht rathen, ſie nicht zu haben, er wäre dann in der That verloren, wenn ich ahnen würde, daß er nur einen Augenblick zweifelt, ja, daß er nur zu hoffen wagt, ich wäre im Stan⸗ de—.“
Die Kaiſerin vollendete den Satz nicht, aber ſie biß die Zähne zuſammen und in ihrem ſchö⸗ nen Auge, das ſo zärtlich, ſo liebevoll zu blicken verſtand, funkelte jetzt nichts als blutgierige Mord⸗ luſt.
„O! Du biſt großmüthig und gütig rief Jad⸗ wiga, vor der Kaiſerin niederſtürzend und ihre Häude mit feurigen Küſſen bedeckend.
Katharina zog das liebenswürdige Mädchen an ihre Bruſt.
„Ich bin nicht gut, und wenn ich es bin, ſo iſt es nur gegen Jene, welche es verdienen, ſo wie Du.“ „Und verdient Orloff Ihre Güte nicht?“ fragte Jadwiga.
Die Kaiſerin lächelte und ſtrich ihr ſanft die


