Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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ganz nahe vor ihn hin und legte ihm die Hände auf die Schultern.

„Verliebter Träumer! Wie befinden wir uns“, be⸗ gann ſie lächelnd.

„Herzlich ſchlecht“, erwiderte Moens leiſe,„aber ich hoffe, dieſer qualvolle Traum, den wir Leben, und mit ihm der noch weit grauſamere, den wir Liebe nen⸗ nen, wird bald ausgeträumt ſein.“

„Moens, Kind!“ rief die Schweſter mit einem Male ernſthaft.„Biſt Du verrückt? Den Kopf hängen laſſen, weil man eine Kaiſerin liebt und von ihr ge⸗ liebt wird, das iſt zu toll. Einen Andern würde ſein

Hlück übermüthig machen und Dich ſcheint es nieder⸗ zudrücken.“

„Du nennſt Glück, was mich um alle Fröhlichkeit gebracht hat, und mir als letztes einziges Ziel ein frühes Grab zeigt“, murmelte Moens.

„Grillen, nichts als Grillen eines jugendlichen Kopfes, in dem noch Alles wirr durcheinander ſprießt, Blumen des Geiſtes und abſcheuliches Unkraut. Du warſt von je ein Schwärmer. Als Kind ſchon ſtreckteſt Du auf den Armen Deiner Amme die Händchen nach dem Mond aus, wenn ſein ſilbernes Antlitz hereinblickte“, erwiderte die Schweſter, indem ſie ſich auf den Schooß des melancholiſchen Pagen ſetzte und die Arme um