Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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mich vielleicht in Ihren Augen rechtfertigen.“

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„Zeigen Sie ſich derſelben würdig“, erwiderte Katharina,„indem Sie dieſelbe nicht mißdeuten. Schweigen Sie auch Ihrem Bruder gegenüber, er darf nicht wiſſen, nicht einmal ahnen, welchen Eindruck er mir gemacht hat, denn ich bin entſchloſſen, dieſes Ge⸗ fühl, das in mir mächtiger zu werden droht als meine Einſicht und mein Wille, zu bekämpfen. Würde ich anders handeln, ich würde nicht allein mich, ſondern Moens mit mir verderben und das ſoll nicht ſein. Sie kennen unſern Hof, Sie kennen den Czaren, ver⸗ letzen Sie unſer gefährliches C Geheimniß mit keinem Worte, keiner Miene.“

„Majeſtät können mir in jeder Weiſe vertrauen“, ſagte Frau von Balt.

„Stehen Sie auf“, gebot Katharina.„Staunen Sie auch nicht darüber, daß ich Mvens in meiner Nähe haben will; ſein liebes Antlitz, ſeine wunderbare Stimme werden mir den Kampf erleichtern. Er muß mir, jedesmal wenn Trübſinn mich befällt oder mein Herz wankend wird, eines ſeiner Lieder ſingen, das wird

mich ſtärken, erheben, mir neue Kraft geben zum Kampfe mit mir ſelbſt. Und endlich, lachen Sie nicht

über mich, ich bin kein junges Mädchen mehr, ich weiß es, aber ich liebe dennoch zum erſten Male, dies wird