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Verwirrung; er hatte die Kaiſerin erkannt, aber nicht das brachte ihn um ſeine Geiſtesgegenwart, ſondern die gebietende Schönheit des üppigen We bes, das vor ihm ſtand und der tiefe herrliche Ton ihrer Stimme.
„Ich danke Ihnen“, begann Katharina.„Ihr Lied hat die böſen Geiſter verſcheucht, welche meine Seele gefangen hielten in Trübſinn und Finſterniß. Ihre Stimme hat mich erlöſt, dieſe ſeltſam ſüße, weh⸗ müthige Stimme.“
„Fort, fort“, unterbrach ſie in dieſem Augenblicke Frau von Ball,„es nahe Schritte vom Palaſte her.“
Der Sänger beugte ein Knie vor der Czarin, erhob ſich dann und verſchwand raſch hinter der Tarus⸗ wand des nächſten Laubganges.
Die Kaiſerin kehrte hierauf mit ihrer Begleiterin in den Palaſt zurück, ſie zeigte ſich den ganzen Abend auffallend zerſtreut und ging früh zu Bette.
„Das wäre ein Mann, den ich lieben könnte“, ſagte ſie beim Auskleiden plötzlich zu Frau von Ball.
„Wer?“ fragte dieſe.
Katharina gab ihr keine Antwort.
Sacher⸗Maſoch, Ruſſiſche Hofgeſchichten. I. 2


