vor uns knieen und uns anbeten, als die Krone der Schöpfung.“
„Ich will ihn aufſuchen“, ſprach Frau von Ball.
„Nein, nein“, fiel die Kaiſerin ein,„und doch— ja. Gehen Sie, oder noch beſſer— gehen wir zu⸗ ſammen.“
Die beiden Frauen durcheilten hierauf die Laub⸗ gänge des weitläufigen Parkes. Von Zeit zu Zeit tönte leiſe die Laute und zeigte ihnen ſo den Weg. Plötzlich hielt Frau von Ball inne und wies auf einen künſtlichen Felſen hin, welcher ſich neben dem Baſſin eines Springbrunnens erhob.„Dort ſitzt er“, flüſterte ſie,„er hält die Guitarre im Arme, es iſt kein Zweifel. Soll ich ihn anſprechen?“
„Nein.“
„Warum nicht?“
„Ich will es ſelbſt thun“, ſprach die Czarin.
„Um ſo beſſer“, ermunterte ſie ihre Vertraute, „ich will indeß Wache halten, damit uns Niemand überraſcht.“
Katharina näherte ſich raſch dem Baſſin. Der Sänger ſchien ſie nicht zu bemerken bis ſie vor ihm ſtand und ihre kleine, von Malern und Bildhauern ſo ſehr bewunderte Hand auf ſeine Schulter legte. Jetzt zuckte er zuſammen und erhob ſich in unbeſchreiblicher


