Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Sclavin, war dieſes Ziel dann dieſer Anſtrengungen, der Opfer, die Sie gebracht haben, werth?“

„Sie irren ſich“, entgegnete Katharina,„wenn Sie glauben, daß Peter mir gleichgültig iſt. In der rohen Kraft, ja in der Thrannei des Mannes liegt ein großer Reiz für das Weib, das nicht zur Herr⸗ ſchaft berufen iſt.“

„Nicht zur Herrſchaft der Gewalt“, gab Frau von Ball zur Antwort,„aber zu der Herrſchaft der Liebe.“

In dieſem Augenblicke, die beiden Damen waren bereits nahe dem Palaſte, ertönte in einiger Entfernung im Garten zuerſt eine Laute und dann eine wunder⸗ bare Tenorſtimme, welche ein elegiſches italieniſches Lied ſang.

Die Kaiſerin horchte und blieb, die Hand auf den Arm ihrer Begleiterin geſtützt, ſtehen, bis die letzten Accorde verklungen waren.

„Ein ſchönes Lied und eine noch ſchönere Stimme“, ſagte ſie dann, zur Freundin gewendet,„wer mag der Sänger ſein?“

„Ich habe keine Ahnung“, erwiderte die Vertraute.

„Suchen Sie es zu erfahren, ich gäbe viel, ſehr viel darum, ihn zu kennen“, rief Katharina,„es muß eine pvetiſche Natur ſein, einer von jenen Rittern, welche Sie mir ſo verführeriſch geſchildert haben, welche