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ich habe ſeitdem keine ſo vergnügten Stunden mehr ge⸗ habt. Wie verbarg ich ſie vor ihm, aber Peter entdeckte ſie doch, oder beſſer geſagt, ſie verſtand es, ſich von ihm entdecken zu laſſen, die Herrſchſüchtige, die Kokette, und von dem Augenblick an, wo ſie außer Zweifel war, daß ſie auf den Kaiſer Eindruck gemacht hatte, war ihr Plan fertig, ſtand ihr großes Ziel deutlich vor ihrem Geiſte, und ſie hat es erreicht. Ich aber, ich hätte vor Wuth und Eiferſucht ſterben mögen, als mir Peter ſagte: Sie gefällt mir, ich nehme ſie mit. Als ſie für mich verloren war, entzückte ſie mich noch weit mehr als damals, wo alle ihre Reize mir zur Verfügung ſtanden und ſo ſpaßhaft es Dir vorkommen mag, ich gäbe heute noch viel darum, dieſes Weib, das mich in ſo ſchlauer Weiſe verathen hat, zu beſitzen.“ „Katharina iſt noch immer ein ſehr begehrenswerthes Weib“, bemerkte Rumianzoff,„man behanptet übrigens, daß auch Eure Excellenz in großer Gunſt bei ihr ſtehen.“ „Gunſt?“ lachte Mentſchikoff,„es fehlte noch, daß meine ehemalige Selavin mich mit dem Stocke tractiren würde, wie Peter der Große ſeine Getreuen, wenn er übler Laune iſt. Gunſt? ſie fühlt, daß ſie etwas gut zu machen hat mir gegenüber, und ſo hat ſie ſtets, ſoweit es ihr die Klugheit erlaubte, meine Partei ergriffen, das iſt nicht zu leugnen.“


