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denken, ſondern gehorchen, ausführen, was Andere wohl bedacht haben.“
„Das verſteht ſich ja von ſelbſt“, entſchuldigte ſich Rumianzoff,„Excellenz wiſſen, daß Sie unbeſchränkt über mich gebieten, aber man darf doch Meinungen haben, Vermuthungen.“
„Nun, was vermutheſt Du alſo?“ ſprach der Fürſt lächelnd.
„Ich vermuthe, daß Katharina, welche wohl die Gemahlin des Czaren iſt, aber nicht von kaiſerlichem Blute.—“
„Sie war eine Leibeigene, ganz richtig, wie ich— Paſtetenbäcker“, unterbrach der Fürſt ſeinen Freund, „wenn man aber, wie Du ſiehſt, vom Paſtetenbäcker Fürſt, Miniſter und Feldmarſchall werden kann, ſo ſehe ich kein Hinderniß, daß eine Leibeigene den Thron beſteigen könnte. Uebrigens iſt Katharina bereits ge⸗ krönt und, was die Hauptſache iſt, Peter hat ſie in ſeinem Teſtamente zu ſeiner Nachfolgerin beſtimmt.“
„Wirklich“, erwiderte Rumianzoff,„dann gratu⸗ lire ich Eurer Excellenz von ganzem Herzen, denn wenn Katharina regiert, ſo heißt das ſo viel, als Mentſchi⸗ koff iſt Alleinherrſcher aller Reußen.“
„Du überſchätzeſt meinen Einfluß auf dieſe


