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Salizische Geschichten : Novellen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Munde, erwiderte ich zögernd. Sie lachte. Es war ein verlockendes Lachen voll holder Ueppigkeit.

O! Du entſfliehſt mir nicht, rief ſie, und ſchon hatte ſie mich mit einer ungeſtümen Bewegung in ih⸗ ren Haar gefangen, dann drehte ſie einen Theil deſ⸗ ſelben raſch zu einer Schlinge, legte ſie um meinen Hals und zog ſie langſam zuſammen.

Wenn ich Dich jetzt erwürgen würde, ſagte ſie, und zugleich erſticken mit meinen Küſſen, wie es die Ruſſalka mit ihren Opfern macht?

Es wär ein ſüßer Tod.

Glaubſt Du? aber ich laſſe Dich leben zu mei⸗ ner Freude und Deiner Qual.

Sie neigte ſich zu mir, nah und näher, ihr Hauch durchrieſelte mich wie Gluth der Hölle. Ich folgte mit meinen Lippen den zarten blauen Adern, die aller⸗ orten durch den Alabaſter ihrer Haut ſchimmerten, und barg dann mein heißes Antlitz an ihrer Bruſt, die ſo weich iſt wie ſchwellender Sammt und zart wie flockiger Schnee Ich ließ mich von ihrem ſanften Athem wie von einer Welle heben, und ſie ſpielte mit mir wie mit einer Puppe. Sie deckte mir die Angen mit der Hand zu, ſie unterhielt ſich mit meinen Ohren, um mir dann die Finger auf deu Lippen zu legen und endlich in den Mund, als wollte ſie mich ihn