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ſonderbare Glanz ihrer lauernden Augen benahm mir den Athem. Ihr verlangender Blick ergriff mein Herz mit Pantherkrallen, ich fühlte mein Blut rieſeln wie ein zu Tode Verwundeter, vorübergehend flackerte in ihren Augen ein drohendes Feuer auf, dann ſenkte es ſich über daſſelbe wie der geheimnißvolle Schleier, den der Mond über die Landſchaft breitet.
„Bin ich ſchön?“ fragte ſie noch einmal.
„Ich habe ein Weib, wie Du es biſt, noch nie ge⸗ ſehen“, gab ich zur Antwort.
„Gib mir einen Spiegel“, ſagte ſie hierauf. Ich hob den ſchweren Spiegel von der Wand und ſtellte ihn vor ſie hin, ſo daß ſie ihre ganze liebreizende Ge⸗ ſtalt betrachten konnte. Sie that es mit lächelndem Entzücken und begann dann ihr goldrothes Haar mit dem Elfenbeinkamm ihrer Finger zu kämmen und zu ordnen. Endlich ſchien ſie von ihrer Schönheit geſät⸗ tigt und hieß mich den Spiegel an ſeine Stelle ſetzen. Als ich nun wieder andächtig vor ihren Füßen lag und in ihr Antlitz ſchaute, murmelte ſie:„Ich ſehe mich in Deinem Auge“, und ihre Lippen berührten ſchmeichelnd meine Lider.
„Komm“, gebot ſie dann,„laß uns das grauſam ſüße Spiel der Liebe erneuern.“—
„Ich fürchte mich vor Dir und Deinem rothen


