erſtarren machte und meinen Geiſt verwirrte Sie
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morne Glieder ſich im Mondlicht zu dehnen und zu leuchten ſchienen, ein Weib von jener Schönheit, die etwas Teufliſches an ſich hat, die uns mit holder Qual erfaßt, die uns im Leiden jauchzen und im Ge⸗ nuſſe weinen lehrt. Ihre weiße kalte Hand ſchien aus⸗ geſtreckt nach meinem warmen zuckenden Herzen, ihre todten weißen Augen hatten einen verſchwommenen ſammtenen Glanz und einen Blick, der durch meine Seele ging wie Frühlingswehn.
Du ſollſt das Kreuz der Menſchheit auf Dich la⸗ den! ſchien der Heiland fanft zu mir zu ſprechen, ſie aber hob die todten, ſüßen, ſchwellenden Lippen zum Kuſſe.—
Eine räthſelhafte Gewalt zog mich zu ihr, die Stufen empor, in den ſanften Dämmerſchein der um ſie ſchwebte, und wie ich vor ihr auf den Knieen lag, zog ich den Ring herab und ließ ihn auf ihren weißen Finger gleiten. Sie empfing ihn ruhig, kalt, wie ein Marmorbild, wie eine Göttin, eine Todte, und ich neigte meine Lippen zu ihren ſchönen Füßen nieder und küßte ſie.
Dann ſtand ich auf und ſtreckte meine Hand aus nach dem Ringe.
Da geſchah das Unglaubliche, was mir das Herz


