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Thüre eines großen Saales geöffnet hatte, den ich das erſte Mal nicht betreten hatte, ſprach er:
„Hier muß ich Sie allein laſſen, mein Herr Wohl⸗ thäter, gehen Sie nur muthig vorwärts, Sie gelangen am Ende des Saales an zwei Treppen, die links führt zu dem Marmorweibe, treten Sie ein.“
Ich überſchritt die Schwelle und ſtand in einem herrlichen Saal mit hohen Fenſtern, durch die das volle Licht des Mondes hereinfiel und den ganzen Raum zauberhaft erhellte. Ich hörte die Thüre hinter mir zufallen und die traurig ſüßen Töne der Aeols⸗ harfe in den Lüften ſchweben. Es fiel wie ein kalter Stein auf meinen Weg, aber ich ermannte mich und ging vorwärts.
Meine Schritte hallten auf den Marmorplatten, und langſam wie ich mich den beiden Treppen, die ſich am Ende des Saales erhoben, näherte, ſtiegen oben in dem ſilbernen Lichte des Mondes zwei Geſtalten aus dem Boden empor.
Zu meiner Rechten ſtand der Heiland in weißem wallenden Gewande, das ſchöne Haupt mit der Dor⸗ nenkrone bekränzt, das ſchwere Kreuz auf der Schulter, den Blick voll ſanften Schmerzes auf mich gerichtet und winkte mit der Hand.
Zur Linken aber zeigte ſich ein Weib, deſſen mar⸗


