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nen Vorhängen, das behaglich erwärmt war, im Ka⸗ min brannte friſches Fichtenholz und verbreitete einen angenehmen narkotiſchen Geruch. Vor einem geblüm⸗ ten Sopha ſtand ein gedeckter Tiſch. Ich bemerkte koſtbares Porzellan und uraltes Silber mit dem Wap⸗ pen der Familie Tartakow verziert.
Der ſeltſame Alte lud mich ein, Platz zu nehmen, ſetzte den Samovar auf und bediente mich mit der vollen Würde eines ergrauten Haushofmeiſters. Ich nahm nur wenig, ich war zu ſehr erregt. Der Zeiger auf der alterthümlichen Wanduhr ſchien mir ſtille zu ſtehen.
Endlich nahte er der zwölften Stunde.
„Es iſt Zeit“, ſagte ich.
„Ja, es iſt Zeit“, ſtimmte der Alte bei. Er nahm ſeinen Schlüſſelbund vom Gürtel und begann aufzu⸗ ſperren, Thüre auf Thüre, wir gingen wieder durch lange Gänge und endloſe Zimmerreihen, nur daß diesmal Alles ein geſpenſtiſches Leben gewann, aus den ſchwarzen Viſiren blitzten mich feindſelige Augen an, die unheimlichen Geſtalten in den goldenen Rah⸗ men drohten herauszutreten auf die verfallenen Teppiche und ſogar die alten Fahnen und die Vorhänge ſchie⸗ nen ſich zu regen und zu flüſtern.
Nachdem der Alte die mit Silber verzierte ſchwarze


