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Salizische Geschichten : Novellen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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gleich kleinen Kindern und ſchlugen ſich mit den Vor⸗ derlaufen, andere kamen mit leichten Sprüngen, ſetzten ſich plötzlich auf, um mich anzuſehn, legten die Löffel zurück und ſtreckten ſich eben ſo ſchnell wieder luſtig in die Höhe, wenn ſie mich weiterreiten ſahen. In der Ferne bellte heiſer und verdroſſen ein alter Fuchs.

So erreichte ich Schloß Tartakow.

Vor dem Thore ſchauerte mein Pferd, und wie der ſeltſame Alte ungerufen und ungebeten die ſchwe⸗ ren Flügel auflehnte, fiel es auf die Hinterhufe zu⸗ rück und wollte nicht in den vom magiſchen Lichte er⸗ füllten Hof. Endlich gehorchte es den Sporen, aber nur zitternd und mit einem traurigen Schnauben. Als mich der Alte die breite Steintreppe hinaufführte, erhob ſich ein eiſiger Luftzug, d die alte Linde rauſchte wehmüthig, tief unten ſank ſchauerlich ein wilder Berg⸗ ſtrom, deſſen ſelbſt der Winter mit ſeinen eiſigen Ket⸗ ten nicht Herr werden konnte, und über mein Haupt weg zogen fabelhafte, herzzerreißende, traurig ſüße Töne.

„Was iſt das?“ fragte ich.

„Es iſt die Aeolsharfe,“ entgegnete der Alte,„die ſteht nun ſchon bei hundert Jahre auf dem Thurm, ſo weit ich mich erinnere.“

Wir traten in ein freundliches Zimmer mit grü⸗