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kleidet, welche mir ein kaum ſchön zu nennendes, aber in ſeiner ſanften Wildheit und lächelnden Schwer⸗ muth berückendes, von dunkeln Locken, auf denen eine polniſche Mütze leicht und kokett ſaß, dämoniſch einge⸗ rahmtes Antlitz zukehrte. Ihre großen dunkeln bren⸗ nenden Augen ſchienen zu phoſphoriſiren und als ich zurückwich mir zu folgen.
Was in dieſem Blick lag, ich weiß es nicht, et⸗ was Unbegreifliches, das mir den Athem benahm, mir das Herz in der Bruſt hämmern und die Knie ſchlot⸗ tern machte.
„Sie iſt gut getroffen“, flüſterte der Alte.
Ich ſah ihn entſetzt an, wie man eben einen Wenſchen anſieht, bei dem man plötzlich entdeckt, daß ſein Geiſt geſtört iſt. Er ſchien es zu bemerken, zuckte die Achſeln und verhüllte das Bild. Ich empfand in dieſem Augenblick einen brennenden Schmerz am Zei⸗ gefinger. Es war mein Verlobungsring, der mich zum erſten Male ſeitdem ch ihn trug in das Fleiſch ſchnitt. „Nun, Herr Jakub“, ſagte ich,„werdet Ihr mir nun auch das Marmorweib zeigen?“
Er ſtreckte ſeine dürre Hand, die nicht viel anders als ein welkes Blatt war, aus dem Aermel des Kon⸗ tuſch hervor und ſchwenkte ſie hin und her.„Ich weiß es“, ſagte er mit ſeiner knarrenden Stimme,


