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Wimmernd ſtrich der Wind durch den oͤden, leeren Raum, und anſtatt des traulichen Pendelſchlages der Uhr toͤnte jetzt das widrige Picken des Todtenwurmes dem Lauſchen⸗ den entgegen.„Gertrud! Gertrud!“ rief Mathias mit gepreßter Stimme in das einſame Gemach hinein— aber nur der Wiederhall antwortete dumpf und traurig, und aufgeſchreckt durch den Schall ſchwirrte eine Fleder⸗ maus an dem kahlen Gemaͤuer hin.
Da uͤberrieſelte kaltes Entſetzen den armen Getäuſch⸗ ten; er preßte die Haͤnde vor die Stirn und ſtand einige Minuten hindurch regungslos wie ein Bild aus Stein vor dem entweihten Aſyl, welches ihn jetzt angahnte wie ſein eigenes Grab.
Noch einmal regte ſich leiſe ein Schimmer von Hoff⸗ nung in ſeiner Bruſt. Frau Martha konnte mit Ger⸗ trud weggezogen ſein, vielleicht in die Stadt hinuͤber,
oder Andreas hatte ihnen einen Zufluchtsort angewieſen!
Das war nicht unmoͤglich! warum muß ſogleich das Entſetzlichſte, das Schrecklichſte geſchehen ſein?
Der Gedanke ruͤttelte ſeine Lebensgeiſter ploͤtzlich aus der Agonie des laͤhmenden Schreckens. Mit befluͤgelten Schritten eilte er aus dem Garten, den Huͤgel hinab und dem Dorfe zu, wo er um jeden Preis erfahren mußte, ob und wo er die Geliebte finden koͤnne. Er gewahrte es nicht, daß, als er durch das Gatterthuͤrchen getreten war, zwei dunkle Geſtalten ſich langſam hinter der Umzaͤunung emporrichteten und in einiger Entfernung ihm folgten.
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