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fragen, ſich anfangs wol gar furchten, dann aber, ihn erkennend, mit einem lauten Jubelrufe an ſeine Bruſt ſinken werde. Bei ſolchen Gedanken lächelte der ernſte Mann mit dem ſcharf ausgepraͤgten, tiefgebräunten Ge⸗ ſicht ſo ſelig vor ſich hin, wie ein Kind, deſſen Phantaſie in der Freude des Weinachtsabends ſchwelgt, und unwill⸗ kuͤhrlich wurden ſeine Schritte immer raſcher, bis er end⸗ lich im foͤrmlichen Trabe den Huͤgel hinanlief, von wel⸗ chem Frau Martha's einſames Haͤuschen mit ſeinen weiß getuͤnchten Waͤnden ihm ſchon von Weitem entgegen⸗ leuchtete.—
Noch ein paar Minuten und er ſtand an der Gar⸗ tenumzaͤunung. Zu ſeiner großen Verwunderung ſtand das Gitterthuͤrchen weit offen, und die Stachelbeerhecke ſelbſt zeigte ſich an einigen Stellen zerſtoͤrt und gewaltſam niedergetreten. Eine ploͤtzliche Beklommenheit fiel wie giftiger Mehlthau auf die Bluͤthen ſeiner Freude und Hoffnung.„Was bedeutet das?“ ſagte er zu ſich ſelbſt, waͤhrend er langſam und zoͤgernd den Gartenraum durch⸗ ſchritt—„Frau Martha war ſtets eine ſo ſorgſame und ordnungsliebende Hauswirthin, daß ich das Offenſtehen der Thuͤr und die Verwilderung der Umzaͤunung nicht begreife.“ 3
Aber ſeine Beklommenheit verwandelte ſich in tiefe Seelenangſt, und die duͤſterſten Ahnungen ſtiegen plotlich, wie finſtere Gewitterwolken am hellen Horizonte, in ſei⸗ ner Bruſt auf, als er jetzt vor dem Haͤuschen ſtand und ſogleich die Entdeckung machte, daß daſſelbe vollig öde


