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das Dorf Pfaffenhofen hinzog. Er war ein ſtarker, un⸗ gewoͤhnlich hoch gewachſener Mann, in der Tracht eines wohlhabenden Landmannes; ein dreieckiger Hut bedeckte ſeinen Kopf, und ein blauer, mit großen, glaͤnzenden Knoͤpfen geſchmuͤckter Rock flatterte im Winde um ſeinen muskuloͤſen Koͤrper; dabei trug er Stiefeln, die weit uͤber die Kniee hinaufreichten und beinahe von den langen Schoͤßen einer rothen Sammetweſte beruͤhrt wurden. Ein breiter, um den Leib geſchnallter Lederguͤrtel und ein Rohrſtock vollendeten das Koſtuͤm des Fremden, in wel⸗ chem der Leſer, trotz der Verkleidung, ohne Zweifel laͤngſt den Helden unſerer Erzaͤhlung, Mathias Kloſtermeier, er⸗ kannt haben wird.—
Er war es. Nach langer Trennung kehrte er zu⸗ ruͤck in die Heimath, das Herz geſchwellt von inniger Freude, und kaum den Augenblick erwartend, wo er der Geliebten in die Arme ſinken und ihr zurufen wollte: „Da bin ich und bringe mit mir den erſehnten Frieden, die Erfuͤllung unſrer heißen Wuͤnſche!“— Lange war er umhergeirrt im Weſten und Norden Deutſchlands, und lange ſchien es, als wolle ihm das Geſchick nirgends eine Zuflucht goͤnnen fuͤr ſich und ſeine Gertrud. So waren Wochen und Monate verfloſſen und ſchon begann dem Armen der Muth zu ſinken, da fuͤgte es ſich, daß er, in truͤbe Gedanken verſunken, am Ufer der Elbe hinſchlendernd, einen ertrinkenden Knaben mit eigner Le⸗ bensgefahr aus den Wellen rettete, und von deſſen El⸗ tern, denen er den aus einer Betaͤubung erwachen⸗


