Einunddreißigſtes Kapitel.
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Moor. Nein, ein Weib erſchuͤttert meine Mannheit nicht— Blut, Blut muß ich trinken!—— Die Raͤuber, von Schiller.
In den letzten Tagen des Monat Sktober 1764 landete eine Stunde vor Mitternacht noch ein Nachen am rechten Donauufer, unterhalb des Doͤrfchens Pfaf⸗ fenhofen. Der Faͤhrmann, welcher nur durch die Ver⸗ heißung eines guten Trinkgelds hatte vermocht werden können, ſo ſpaͤt noch ſeinem Berufe nachzugehen, empfing von ſeinem Paſſagiere ein blankes Guldenſtuͤck, und ru⸗ derte, nachdem dieſer ausgeſtiegen, haſtig zuruͤck, um ſo bald als moͤglich die unterbrochene Nachtruhe fortzuſetzen.
Es war kaltes, unfreundliches Wetter. Die Wol⸗ ken hingen truͤb' und zuſammengeballt am Himmel, aus deſſen dunkeln Flaͤchen nur hie und da ein Sternchen verſtohlen hervorblitzte. Ein regenfeuchter Wind ſtrich ſeufzend uͤber den Fluß heruͤber, deſſen dumpfes, mono⸗ tones Rauſchen geeignet war, melancholiſche Gedanken zu erwecken, und die Baͤume und Straͤucher an ſeinem ufer, zum groͤßten Theil ſchon ihres Blatterſchmuckes beraubt, tauchten in verſchwimmenden Umriſſen koboldartig aus der naͤchtlichen Dunkelheit auf. Der einſame Wand⸗ rer aber ſchritt raſch den Strom entlang und wendete ſich dann aufwaͤrts nach der Huͤgellehne, an welcher ſich
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