Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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ſich erfreuten. Natuͤrlich wurde waͤhrend dieſer rhetori⸗ ſchen Uebungen das Bierglas ſtark in Anſpruch genom⸗ men und trug viel zu der heitern Stimmung bei, deren ſich die kleine Geſellſchaft erfreute.

Mein Brodtherr, der nun auch bald der Eurige ſein wird, verehrteſter Kaſtellan, ſagte Bollinger unter Ande⸗ remhat ſich ſo fuͤrtrefflich in die neuen Verhaͤltniſſe gefunden, als ſei er wie ein Junkerlein erzogen und ſein Lebtag unter keine andern Verhaͤltniſſe gekommen, als unter die allervornehmſten. Die Edelleute in Muͤnchen und um Waldſees herum hatten anfangs gewaltig die Naſe geruͤmpft und ſich geſtellt, als wuͤßten ſie gar nicht, daß es einen Grafen Andreas von Waldſees in der Welt gaͤbe. Der aber zeigte ihnen bald, daß eben ſo gutes, wo nicht noch beſſeres Blut in ſeinen Adern fließe, als in den ihrigen, und als er Geſchaͤfte halber bei einigen von ih⸗ nen einſprach, denn ſie hielten es fuͤr ein Leichtes, dem ehe⸗ maligen Wildſchuͤtzen hier und dort ein Stuͤcklein Landes abzuzanken na! da trat er ihnen entgegen mit ſolcher Wuͤrde und zeigte ſo ein feines, cavalirmaͤßiges Weſen, daß ſie anfangs ganz verduzt waren und hernach ſchier zerfließen wollten vor Freundlichkeit und nachbarlicher Geſinnung.

Hab's gehoͤrt, hab's gehoͤrt; verſetzte Binzgo laͤchelnd. In der erſten Zeit ging ein Gerede und ein

Spoͤtteln im Lande herum, daß man haͤtt' vor Aerger aus der Haut fahren moͤgen. Sie nannten ja den gnaͤ⸗

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