Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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zuruͤckzukehren vermochten. Als der Abend heran nahte, ſtiegen ſie beide zur Thurmgallerie hinauf und ſchauten, ſich liebend umſchlungen haltend, in die reizende Gegend hinunter.

Sind wir nicht glucklich, recht gluͤcklich? fluͤſterte Lydia und blickte ſelig laͤchelnd zu dem Geliebten empor.

Wir ſind es und werden es noch im hoͤheren Grade ſein! entgegnete dieſer und kuͤßte die ſchoͤne Braut auf die Stirnich hatte Dir eine Ueberraſchung vorbehalten, indeß der hehre Moment, den wir jetzt feiern, iſt wuͤrdig, mein Geheimniß zu loͤſen. So hoͤre denn Lydia. Bald nach unſter Vermaͤhlung unternehmen wir eine große Reiſe nach Frankreich, und von da durch die Schweiz nach Italien. Am Golf von Neapel, dieſem vielgeprieſenen Paradieſe Europas, miethen wir ein nettes Landhaͤuschen und verleben dort, fern von der rauhen Heimath und den truͤben Erinnerungen, welche ſich daran knuͤpfen, die erſten Jahre unſerer Ehe. Weiß ich es doch, daß all' Dein Sehnen und Wuͤnſchen Dich nach Italien rufen und Dein hoher herrlicher Geiſt dort unter dem dunkeln Azur des ſuͤdlichen Himmels, umgeben von den Wundern der Natur und Kunſt, die herrlichſte Nah⸗ rung ſuchen und finden wird. Nun, Theure, was ſagſt Du zu meinem Plane?

Lydia antwortete nicht, aber die hellen Freudenthra⸗ nen ſtroͤmten ihr uͤber die Wangen, und als ſie ſich feſt und innig an den Geliebten ſchmiegte und dankbar ſelig