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Die Behoͤrden waren indeß nicht muͤde geworben, Mathias zu verfolgen. Man haͤtte ſicher nicht ſo viel Ausdauer und Energie entfaltet, wenn der Baron von Moͤllnitz ihn nicht des vorſaͤtzlichen Mordes ſeines Dieners Florian Heinek angeklagt und um ſo hartnaͤckiger auf die ſtrengſten und thaͤtigſten Maßregeln beſtanden haͤtte, als er wol wußte, wie wehe es mir thun wuͤrde, Mat⸗ thias im Gefaͤngniſſe und vielleicht der Todesſtrafe ausge⸗ ſetzt zu ſehen; da er zugleich auf keine andere Weiſe ſeinem Haß gegen mich Luft machen konnte, ſo wuͤnſchte er auf dieſe Weiſe ſich wenigſtens an mir raͤchen zu koͤnnen. Die Gerichte erließen eine Bekanntmachung, nach welcher jeder, der dem Verfolgten Obdach oder irgend einen Vor⸗ ſchub gewaͤhrte, mit der ſtrengſten Strafe bedroht wurde, uͤberdies durchſtreiften Haͤſcher das ganze Land zwiſchen Donau, Lech und Mindel. Einen derſelben fuͤhrte das boͤſe Verhaͤngniß auf die rechte Spur. An einem dun⸗ keln Winterabende entdeckte er Mathias in Pfaffenhofen im Haͤuschen der Wittwe Martha. Er entfloh, da Ger⸗ trud und Mathias ihn bemerkt hatten, aber ſchon fruͤh am andern Morgen langte eine Abtheilung Militaͤr im Dorfe an, das Haus ward umſtellt, von oben bis un⸗ ten durchſucht— und Mathias nicht gefunden! Er hatte zu rechter Zeit ſeine Reiſe angetreten. Die um ihre Beute betrogenen Haͤſcher ließen ihren Grimm an den wehrloſen Frauen aus. Beide wurden mit Stricken ge⸗ bunden, gemißhandelt und endlich auf einem Treibwagen nach Ingolſtadt geſchleppt. Hier begannen, nachdem man


