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werden. Da man inzwiſchen Kunde von dem Schlupf⸗ winkel der freien Schuͤtzen bekommen hatte, wurde ein Detachement Militaͤr nach den Ruinen des Jagdſchloſſes beordert, um die Geſellſchaft aufzuheben, worunter man auch Mathias zu finden hoffte, der aller Vermuthung nach— und wie es auch wirklich der Fall war— ſich dahin zuruͤckbegeben hatte. Meint fruͤher anlangende War⸗ nung veranlaßte die freien Schuͤtzen, ihr altes, trauliches Aſyl zu verlaſſen und ſich nach allen vier Winden hin zu zerſtreuen. Zwei derſelben hatten ſich nach dem Ober⸗ lande gewendet. Bollinger, dem ich ſeine Begnadigung hatte wiſſen laſſen, war nach Muͤnchen gegangen und traf nach einigen ſcharfen Verhoͤren von Seiten der Ju⸗ ſtitz auf Waldſees bei mir ein; Mathias endlich wan⸗ derte nach Pfaffenhofen, wo ſein geliebter Schuͤtzling Gertrud ſeiner harrte, und das einſame Haͤuschen einer Wittwe ihn lange allen Nachforſchungen entzog. Dort wurde Mathias ein anderer Menſch; das Sonnenlicht der Liebe ſchmolz die Eisrinde, welche ſich ſeit dem un⸗ glucklichen Ende ſeines Vaters um ſein Herz gelegt hatte, und indem er den feſten Entſchluß faßte, ein neues Le⸗ ben zu beginnen und Gertruds treue Liebe zu belohnen, indem er ihr und ſich ein ruhiges, zufriedenes Gluͤck ſicherte, ließ er einen wohlthaͤtigen Schleier uͤber die Vergangen⸗ heit ſinken und blickte freudiger als je in die Zukunft hinaus. Seine Abſicht war, in der Ferne eine neue Heimath zu gruͤnden, und wenn ihm dies gelungen, woran er nicht zweifelte, Gertrud abzuholen.
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