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lung.„Mein Sohn! ſie ſollen Dir nichts zu Leide thun— ich will Dich mit meinem Koͤrper ſchuͤtzen!“ ſchrie er und hing ſich feſt und feſter an den Ungluͤck⸗ lichen, den er, anſtatt hilfreich zu ſein, dem gewiſſen Verderben uͤberlieferte. Nur etwa zwanzig Schritt noch waren die Verfolger entfernt. Ein lautes:„Steh', Schutke!“ donnerte der Anfuͤhrer Mathias entgegen, der jetzt, nicht achtend, daß zwoͤlf blitzende Gewehrlaͤufe auf ihn anſchlugen, ſich gewaltſam der Umklammerung des Vaters entriß und zur Flucht wendete.„Mathias!“ kreiſchte der Alte, den Furcht und Entſetzen wahnſinnig gemacht zu haben ſchienen—„Mathias bleib! bleib!“ Er ſtuͤrzte dem Sohne nach. Da krachte eine volle Salve, ein gellender Todesſchrei toͤnte dazwiſchen, und als Mathias ſich umwendete, ſah er ſeinen Vater blu— tend und mit brechenden Augen am Boden liegen.— Einen Moment lang deuchte es Mathias, als muͤſſe er ſterben; Sein Herz ſtand ſtill und die Erſtarrung des Todes hemmte das Blut in ſeinen Adern, lähmte Muskeln und Nerven. Aber nur einen Augenblick dauerte die graͤßliche Kriſis; ploͤtzlich ſchuttelte er ſich, als muͤſſe er ſich gewaltſam aus den Banden des entſetzlichen Starr⸗ krampfes reißen; dann hob er mit eiſiger Ruhe ſeine Buͤchſe und legte auf ſeine Verfolger an, die gleichfalls beſturzt uͤber den Tod des Greiſes in einiger Entfernung Halt gemacht hatten. Mathias zielte bedächtig, ſeine Hand zitterte nicht, ſie hielt vielmehr mit eiſerner Ge⸗ walt das Gewehr— aber ſein Geſicht war todtenbleich,


