Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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Bei den erſten Tönen des Gelaͤutes blickten Vater und Sohn ſich an und eine ſtille Freudigkeit glaͤnzte aus ihren Augen. Es war ihnen, als habe Gott ſelbſt zu ihnen geredet durch den friedlichen Klang, der in ihr Herz drang wie die Verheißung eines ſuͤßen, neugebo⸗ renen Gluͤckes! Dann richteten ſie ſich auf und ſanken ſich ſtill in die Arme.

Da weckten raſche Tritte, wie die eines haſtig nahenden Menſchentruppes die Beiden aus ihren Ge⸗ danken. Argwoͤniſch ſchaute Mathias nach der Richtung, von welcher her das Geräuſch erſcholl und gewahrte mit Entſetzen einen Haufen Jäger und Forſthuͤter, welche von Florian Heineck, dem Foͤrſter des Grafen von Wald⸗ ſees, angefuͤhrt, eilig aus der nahen Dorfgaſſe hervor⸗ brachen und ſich Jakobs Huͤtte naͤherten.Teufel! ich bin verrathen! ſchrie Mathias, aus deſſen Seele ploͤtz⸗ lich alle Eindruͤcke der vergangenenen Stunde gewichen waren, gegenuͤber der unvermeidlichen Gefahr, gefangen und der ſchmachvollſten Strafe Preis gegeben zu werden. Lebet wohl, Vater! wenn ich davon komme, ſehen wir uns wieder.

Damit griff er nach ſeiner Buͤchſe, ſpannte den Hahn und war im Begriff, der Uebermacht weichend, durch ſchleunige Flucht den nahen Forſt zu erreichen, der ihm einzig eine wahrſcheinliche Rettung verhieß. Da ſchlang Jakob, den der Schreck im erſten Moment ver⸗ ſteinert hatte, halbbewußtlos ſeine Arme um des Sohnes Nacken und hielt ihn feſt mit der Kraft der Verzweif⸗