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legen?“ fragte er unſichern Tones und ſeine Hand zitterte in der des Vaters.„Ich habe Feinde—“
„Magſt Du die ganze Welt zum Feinde haben, wenn Du nur Gottes Freund geblieben biſt“— unter⸗ brach ihn Jakob ernſt.„Schau mich feſt an, mein Sohn, blicke auf dieſe meine wenigen Haare, die unter Noth und Kummer grau geworden ſind, und dann be⸗ antworte mir wahrhaft und ohne Ruͤckhalt eine Frage Biſt Du ein Wildſchuͤtz?“
Der Greis hatte ſich weit vorgebeugt, ſeine tiefge⸗
ſchnittenen Zuͤge druͤckten die hoͤchſte Spannung und
Seelenangſt aus und in ſeinen Augen ſtanden Thränen. Mathias fuhlte ſich vernichtetet, das Bewußtſein ſeiner Schuld druͤckte ihn nieder, waͤhrend der Gedanke: Deine Schmach todtet den Vater! ihn mit Entſetzen erfuͤllte und zugleich den Vorſatz entſtehen ließ, die Wahrheit zu verbergen und durch ein unbefangenes Benehmen den Argwohn des Greiſes zu zerſtreuen. Er verſuchte da⸗ her eine uͤberraſchte und aͤußerſt erzuͤrnte Miene anzu⸗ nehmen und polterte heftig die Frage heraus:„Wer hat es gewagt, mich alſo zu verlaͤumden? Wer Euch mit dieſen Ohrenblaͤſereien weh that, hat gelogen.“
„Du haſt gelogen!“ ſchrie da ploötzich Jakob und richtete ſich ſo ſtolz und wuͤrdevoll empor, wie man es nimmer von dem einfachen Manne erwartet haͤtte.„Du haſt gelogen, Mathias, und verſuchſt umſonſt, mich durch ſchnoͤde Verſtellungskunſt zu taͤuſchen. Sieh her und dann wag' es noch einmal, Dich zu verantworten!“


