25
chias durch heitere Einfaͤlle und unterhaltende Erzaͤh⸗ lungen den Flug der Stunden verkurzte und nichts ver⸗ ſaumte, die Freude und das innige Wohlbehagen des Greiſes moͤglichſt zu erhoͤhen! Heut' aber hoͤrte Jacob ſtill und mit geſenktem Haupte auf die Berichte ſeines Sohnes, und wenn ſich hin und wieder ein Laͤcheln in ſeinen verwitterten Zuͤgen zeigte, ſo erſtarb es doch im naͤchſten Momente und machte wieder einer truͤben kum⸗ mervollen Miene Platz, die nicht ſelten in einem tiefen Seufzer ihre traurige Beſtätigung fand. Eine ſolche Wahrnehmung war mehr als alles Andere geeignet, den zartlichen Sohn zu beunruhigen. Als er ſah, daß es ihm nicht gelang, die duͤſtern Wolken von des Alten Stirn zu verſcheuchen, konnte er ſich einer gewiſſen ängſt⸗ lichen Bangigkeit nicht erwehren, die wie die Ahnung eines Ungluͤcks ſchwer auf ſeine Bruſt ſank. Eine gute Weile ſaßen die Beiden ſtill und in Gedanken verſunken neben einander, als Mathias ſich an den Vater mit der raſchen Frage wendete, ob ihm etwas Uebles begegnet ſei?
Jacob ſchwieg ein paar Sekunden ſtill, dann faßte er die Hand ſeines Sohnes und heftete ſeine gutmuͤthigen, treuen Augen, in denen jetzt eine ruͤhrende Wehmuth zu leſen war, feſt auf des Jaͤgers Antlitz.„Die Leute haben mir viel Boͤſes von Dir erzaͤhlt, Mathias,“ ſagte er mit bebender Stimme—„ſo viel, daß es hinreichte, mich in die Grube zu bringen.“
Mathias erbleichte.„Was koͤnnte man mir zur Laſt
*


