Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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Gefahr ausſetzen, in die Haͤnde ſeiner erbitterten Feinde zu fallen und ſo durch einen Schlag alle und jede Aus⸗ ſicht auf endlichen Sieg verwegen auf's Spiel zu ſetzen.

So geſchah es denn, daß der enge Umkreis der Ruinen des Jagdſchloſſes mehr bedruͤckte Herzen, mehr Leiden und Leidenſchaften einſchloß, als mancher weit⸗ laͤuſige Palaſt. Mathias hatte die doppelte Verpflich⸗ tung, ſeinen jungen Genoſſen auftecht zu halten und zu bewachen und der verwaiſeten Gertrud alle die zarte Sorg⸗ falt eines vaͤterlichen Freundes angedeihen zu laſſen, wie er in die Haͤnde des ſterbenden Greiſes gelobt hatte⸗ Und die gewiſſenhafte Erfuͤllung dieſer ſuͤßen Pflicht war der einzige Troſt, die einzige Freude, die ihm geblieben war. Wenn er mit dem holden Maͤdchen ſpaͤt Abends noch an dem duftenden Grabhuͤgel des Vaters ſaß und ihr in die dunklen Augen blickte, in denen ein heiliger, geheimnißvoller Zauber ruhte, wenn er ihre kleine weiße Hand lange in der ſeinen hielt und den Glockentoͤnen ihrer Rede horchte, wenn er enblich mit ihr im Monden⸗ lichte wandelte, welches mild und traͤumeriſch wie ein klarer See auf dem freien Waldflecken lag oder die ſchlanken Staͤmme, die ſaͤuſelnden und klingenden Wipfel der Baͤume verſilberte und elfengleich auf den dunklen Moosboden hinſchluͤpfte dann fuͤhlte er ſich ſo frei und wol und doch auch wieder von einer raͤthſelhaften, aber unendlich ſuͤßen Befangenheit ergriffen und ſchoͤne Tage der Vergangenheit, die Erinnerungen an ein ver⸗ ſunkenes Gluͤck, ſtiegen wie Sterne an dem dunklen Nacht⸗

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