Dieſe Nachricht war nicht geeignet, Andreas duͤſtere Gemuͤthsſtimmung zu erheitern. Sie kehrten nach den Ruinen zuruͤck und unterwegs ſchwor der betrogene Jung⸗ ling einen furchtbaren Eid, nimmer zu ruhen und zu raſten, ehe er nicht ſein Recht und Eigenthum wieder erworben und ſollte er daruͤber zum Verbrecher werden. Mathias verſprach ihm jeglichen Beiſtand und ſuchte zu⸗ gleich ihn zu uͤberzeugen, daß ein uͤbereilter Schritt, ein keckes Wagſtuck dnrchaus nicht die geeigneten Mittel ſeien, zu einen erwuͤnſchten Ziele zu gelangen, daß man viel⸗ mehr ausharren, ſcharf beobachten und zu jeglicher Liſt ſeine Zuflucht nehmen muͤſſe. So ſchwer es dem hef⸗ tigen, von gluͤhendem Ehrgeize entflammten Andreas an⸗ kam, ſeine wilde Leidenſchaftlichkeit zu zuͤgeln, und dem Syſteme des Wartens und Zoͤgerns zu huldigen, ſo konnte er doch nicht umhin, ſeinem Freunde beizuſtimmen und verſprach demgemaͤß, nichts ohne deſſen Rath und Bei⸗ hilfe zu unternehmen. Aber Gram und tiefer Ingrimm nagten nur um ſo mehr an ſeiner Seele, je ernſter er bemuͤht war, ſein Leid zu verbergen, und deſſen Einwir⸗ kungen zu trotzen. Stumm und verſchloſſen irrte er im Walde umher; kein Laͤcheln erhellte ſeine finſtern, beinahe feindſeligen Zuͤge, kein munteres Liedchen ließ er, wie fruher wol, hell durch das Thal erklingen, und ob er auch Tagelang in voller Waidmannsruͤſtung die Gegend durchſtreifte, ſo kehrte er doch nur ſelten mit geringer Beute beladen zuruͤck. Mit kummervollem Kopfſchuͤtteln beo⸗ bachtete der ehrliche Bollinger die trubſelige Veraͤnderung
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