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der gerechte Vergelter dort oben die Suͤnden des Vaters nicht heimſuchen wird an deſſen armen, verlaſſenen Kinde. Ich habe ſchwer und ſchrecklich— gebuͤßt und Du— Du, die Unſchuldige, Reine haſt mit mir gettagen, ge⸗ duldet— gelitten. Wie ruhig wollte ich dieſe Welt verlaſſen, wenn ich Dich geborgen wuͤßte, wenn mein — letzter Blick Dich gluͤcklich und vor des Lebens Stuͤr⸗ men geſichert ſahe!“
Gertrud wollte ſprechen; ſie erhob das Haupt, aber das Uebermaß des Schmerzes preßte ihr die Bruſt zu⸗ ſammen. Auch der Greis ſchien nicht im Stande weiter zu reden; ſeine erloͤſchenden Blicke hingen, obwol truͤbe und matt, doch mit dem Ausdrucke unausſprechlicher Zärtlichkeit an ſeinem Kinde, und ein ſchwerer Seufzer verrieth den Kummer, mit welchem der Gedanke an Ger⸗ truds Zukunft ſeine letzten Augenblicke vergällte.
Mathias hatte inzwiſchen einen Entſchluß in ſeinem Innern reifen laſſen, mit welchem zugleich ein Gefuͤhl der Befriedigung und leiſen Vorahnung eines fernen Gluckes in ihm eingekehrt war. Als er jetzt den ſter⸗ benden Alten in ſeinen Armen hielt und das jam⸗ mernde Madchen ſich emporrichtete und mit den Mienen hoffnungsloſer Verzweiflung gen Himmel ſchaute, von dem ſie auch fur ſich den Tod herabzuflehen ſchien, da vermochte es unſer Jägersmann nicht laͤnger, ſeine Ge⸗ danken zu verſchweigen.
„Laßt Euch Gertruds Schickſal nicht ſo tief be⸗ eammern, Herr Porkheimer,“ ſagte er ernſt und mit


