Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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Licht. Wie ein Todter, ohne Gedanken und maſchinen⸗ maͤßig ſchritt ich die krumme Stiege hinauf und horchte an der Thuͤr.

Leiſes Gefluͤſter, zaͤrtliche Kuͤſſe vernahm ich da wich die Eiſeskälte ploͤtlich aus meiner Bruſt und ein brennender Feuerſtrom rollte wie geſchmolzenes Blei durch meine Adern. Vor meinen Augen brannten helle, flackernde Lichter und wie ein Raſender ſtuͤrmte ich ge⸗ gen die ſchwache, verriegelte Thuͤr, daß ſie im Nu kra⸗ chend aus den Angeln brach. Mit gezuͤcktem Degen ſprang ich in das Gemach allmächtiger Gott! es war wahr, mein Weib, die mir theurer geweſen war, als die ganze Welt, als der Himmel mit all' ſeinen Engeln, als Gott ſelbſt ſie lag in den Armen des jungen Fuͤrſten von Burgau!

Vollig erſchoͤpft und mit dumpfem Geſtoͤhn ſank der Kranke zuruͤck und verlor das Bewußtſein.

Den Ausgang dieſer traurigen Geſchichte habe ich Euch ſchon erzählt, wandte ſich ietzt Bollinger leiſe an Mathiasund Ihr moͤgt daraus abnehmen, wie uͤberraſcht ich war, in dem Alten hier den entflohenen Goldſchmidt Porkheimer und in unſrer kleinen Waldhere deſſen Toͤchterlein, den entfuͤhrten Pflegling meiner Schweſter zu entdecken.

Mathias antwortete nicht, ſondern blickte ſinnend hinauf nach dem einzigen, hoch an der Decke des Ge⸗ maches befindlichen Fenſterchen, durch welches ein glaͤn⸗ zender Lichtſtrom hereinquoll und einen goldenen Schleier