Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Schuppen, vermittelſt der wir in den Corridor gelang⸗ ten. Da wir im Thurmzimmer hier noch Licht geſehen hatten, ſtrebten wir, daſſelbe auf dem naͤchſten Wege zu erreichen, und ich fand glucklich die Feder, welche jenes Oelgemaͤlde im Corridor ich ſehe, Sie erinnern ſich daran zuruͤckweichen machte, und uns glucklich und unbemerkt hieher brachte.

Der Graf war ploͤtzlich außerordentlich bleich ge⸗ worden. Er bedeutete die beiden Maͤnner durch eine ſtumme Handbewegung, ſich zu entfernen, und ließ ſich wieder matt in den Seſſel nieder. Noch einen ernſten Blick warf Andreas auf den Greis, dann folgte er Ma⸗ thias durch die verborgene Thuͤr, welche ſie verriegelten, erſt einen langen ſchmalen Gang entlang, und dann eine hölzerne Treppe hinab, welche in jener Thuͤr muͤn⸗ det, die das Oelgemaͤlde verbarg und durch welche Ma⸗ thias einſt den nachtwandelnden Grafen hatte verſchwin⸗ den ſehen. Der Jäger tappte mit der Hand, denn es war ſtockfinſter, nach der verborgenen Feder, welche das ſchwere, auf Holz gemalte Bild zuruͤckweichen machte, aber ein tuͤckiſches Schickſal ließ ihn dieſelbe nicht finden. Donnerwetter, das iſt fatal! murmelte er verdruͤßlich in einer Viertelſtunde iſt es heller Tag und ich moͤchte doch nicht

Da drang der laute, ſchrillende Klang eines Gloͤck⸗ chens durch das tiefe Schweigen, welches noch in dem Schloſſe herrſchte. Der helle Schall toͤnte ſcharf und ununterbrochen durch die Woͤlbungen des weitlaͤufigen 16*