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auf Rußberg als der Graf Andreas von Waldſees er⸗ ſcheine, anerkennen und meiner Bewerbung um Lydias Neigung kein Hinderniß in den Weg legen?“
Der Graf preßte krampfhaft die Hände zuſammen. „Junger Mann!“ nahm er mit erſtickter Stimme das Wort—„treiben Sie mich nicht auf's aͤußerſte; wenn Sie der Billigkeit und dem Edelmuthe Ihr Herz ver⸗ ſchließen, oͤffnen Sie es wenigſtens der Klugheit. Noch einmal, meine Tochter iſt die verlobte Braut eines Andern.“
„Verd—!“ murmelte Andreas, ungeduldig mit dem Fuße ſtampfend,„ich will nichts mehr hoͤren von dieſem unwuͤrdigen Buͤndniſſe. Werden Sie mich mor⸗ gen empfangen wie ich es verlange, oder nicht? Be⸗ denken Sie wol— ein Nein macht Sie zum Bettler, wo nicht zu etwas Schlimmeren.“
Andreas blaue Augen blitzten in duͤſtrem, unge⸗ wohnlichem Feuer, und ſeine zarte, ſchlanke Geſtalt ſchien jetzt, wo Zorn und gebieteriſcher Stolz jeden Nerv durch⸗ bebten, hoch emporgerichtet und imponirend. Der Graf aber zuckte einen Moment lang zuſammen, wie von einem ungeheuren Schmerze durchbebt; im naͤchſten Au⸗ genblicke aher lagerte eine eiſige Ruhe und Feſtigkeit in ſeinen Zuͤgen, und mit hohler, aber gemeſſener Stimme ſagte er:
„Es ſei! ich unterwerfe mich ihren Anfoderungen und lege mein und meiner Tochter Schickſal in ihre Hand. 16


