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ſteht die Entſcheidung uber die Aechtheit oder Unächtheit des Dokuments den Gerichten zu, denen ich die Geltend⸗ machung meines Rechtes ohne Verzug anheimſtellen werde.“
Der Graf wurde todtenblaß und ein krampfhaftes Zittern durchbebte ſeinen Koͤrper. Er preßte beide Haͤnde gegen ſeine pochenden Schlaͤfe, denn es war ihm, als muͤſſe ihm der Kopf zerſpringen. Eine Weile ſaß er ſo da, ſchweigend und einen fuͤrchterlichen Kampf mit ſich ſelbſt, mit ſeinem Stolze und ſeinem Gewiſſen kaͤmpfend. Auch Andreas und Mathias redeten nicht; letzterer, an die Thuͤr gelehnt, und die Arme uͤber die Bruſt ver⸗ ſchrankt, maß den Grafen mit duͤſtern Blicken und bittere Worte ſchwebten auf ſeiner Zunge. Endlich brach der Greis das peinliche Stillſchweigen; er ließ matt die Hände herabſinken und ſeufzte tief und ſchwer.
„Sie ſcheinen ein Guͤnſtling des Gluͤckes zu ſein, mein Neffe!“ ſagte er mit milder, gaͤnzlich veraͤnderter Stimme—„und es waͤre thoͤricht, wollte ich mich einer hoͤheren Fuͤgung entgegenſtellen. So ſei es denn— ich begruͤße Sie hiermit als meinen Verwandten, als den legitimen Sohn meines— armen Bruders.“ Er reichte Andreas ſeine duͤrre, zitternde Hand, die dieſer zögernd und von einem unbeſchreiblichen und räthſelhaften Wider⸗ willen durchdrungen ergriff.„Es duͤrfte nunmehr Zeit ſein,“ fuhr der Graf nach einer Pauſe fort—„und ich errathe denſelben Wunſch bei Ihnen, von Geſchaftsſachen, beſonders betreffs der nunmehro noͤthig werdenden Erb⸗ ſchaftstegulirung Ihres Vaters zu ſprechen; gleichwol


