Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Funfzehntes Kapitel.

Herr! Ihr wolltet neulich nichts von mir wiſſen, weil ich kein geborner Edelmann war. Straft mich jetzt einmal Luͤgen, ſo ſollt Ihr erfahren, daß ich ein geborner Edelmann bin. Herr! ich weiß jetzt, daß Ihr ein gebor⸗ ner Edelmann ſeid. Shakeſpeare.

Im erſten Momente herrſchte unter dieſen drei Maͤnnern tiefes Stillſchweigen. Den Grafen ſchienen Schreck und Entſetzen verſteinert zu haben; er lehnte kraftlos an der Platte des Sekretairs, ſeine Arme hingen ſchlaff herab und mit ſtierem, glanzloſem Blicke verfolgte er jede Bewegung ſeines Neffen, der das Dokument haſtig uberflog und dann in den Buſen ſchob. Mathias war raſch an die eigentliche Thuͤr des Gemaches getreten, welche er, die Buͤchſe im Arm, bewachte und dadurch dem Grafen jeden Ausweg zur Flucht verſperrte. Mloͤtzlich raffte dieſer ſich aus ſeiner Betäubung auf und ſturzte, einen un⸗ artikulirten Schrei ausſtoßend, auf Andreas, in der Ab⸗ ſicht, ihm gewaltſam das verhängnißvolle Papier zu ent⸗ reißen. Aber eine geringe Kraftanſtrengung des Jung⸗

lings ſchleuderte den Greis zuruͤck, der jetzt, ſtohnend und

verzweiflungsvoll die Haͤnde ringend, in ſeinen Seſſel ſank.