Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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vor die Augen hielt, gleich als wolle er ſo dem Grauen Trotz bieten, mit welchem es ihn beim erſten Anblick er⸗ fuͤllt hatte.Bin ich nicht ein Thor, murmelte er leiſe vor ſich hin,daß ein ſchlecht gepinſeltes Portrait mich erſchreckt, als waͤre es ein Geſpenſt? Wo iſt das Dä⸗ moniſche deſſelben? nirgend als in meinem vertrockneten Hirn, in meiner Phantaſie und die iſt krank, ſeit⸗ dem ſeit

Er hielt inne; ſeine Stimme erloſch, wie ſeine er⸗ kunſtelte Faſſung und ein krampfhaftes Stoͤhnen entrang ſich wieder der gequaͤlten Bruſt. Große Schweißtropfen perlten auf der hohen, kahlen Stirn und ſeine Kniee wankten, als wollten ſie unter der Laſt des Koͤrpers zu⸗ ſammenbrechen.Allmaͤchtiger Gott! warum tilgſt Du nicht das Gedaͤchniß einer Stunde aus meiner Seele? fluͤſterte er unhoͤrbarjene Stunde, die mich der Hoͤlle verkauft hat? Warum ſehe ich uͤberall nur ihn? warum im hellen, roſigen Sonnenſchein nur ihn, wie er ſtuͤrzt tief hinab! warum toͤnt ſein gellender Todes⸗ ſchrei in der Stille der Mitternacht markerſchoͤtternd in mein Ohr und jagt mich keuchend und entſetzt am Tage auf und zerreißt jeden Nerv, jede Faſer dieſes elenden Koͤrpers, wie ein ſchneidendes Schwert? Er fluchte mir er nannte mich Moͤrder! nnd doch log er, doch iſt dieſe Hand rein von Blut, doch erhob ich ſie nicht gegen ihn, deſſen drohender Schatten in ſechs langen Jahren den Schlaf von meinen brennenden Wimpern ſcheuchte und mir alle Speiſe zu Gift, allen Trank zu Wermuth