Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Sie werden es nicht mehr wagen, mich durch Ihre abſcheuliche Eiferſucht zu aͤrgern! ſagte ſie ſcher⸗ zend.Ich habe Ihnen gezeigt, daß ich Waffen beſitze

Die wie Gift und Gegengift wirken! ergaͤnzte Arthur;ſie heilen, obwol brennend und martervoll. Alſo was Sie da ſagten von dem Jägerburſchen und dem Wiedererkennen war Scherz, bloßer Scherz?

Medicin, mein Theuerſter, Gegengift!

Herr von Moͤllnitz war beruhigt, und galanter, zaͤrtlicher und liebenswuͤrdiger als je; haͤtte er gewußt, daß Lydia die Wahrheit ſprach, als ſie von dem blond⸗ lockigen Jaͤger erzaͤhlte er wuͤrde ſich nicht zu ihren Fuͤßen auf ein Tabouret geſetzt und ihr ſo ſchwaͤrmeriſch und innig in die herrlichen Augen geſchaut haben; er haͤtte nicht mit ihren duftenden, bis uͤber die Schultern herabwallenden Locken geſpielt und ihre zarten Haͤndchen feſt an ſein Herz gepreßt; er haͤtte endlich nicht ſo lange,

taͤndelnd und muthwillig koſend, Abſchied genommen, als

es Mitternacht ſchlug und Herr Binzgo, der ehrenwerthe Kaſtellan mit einem ſilbernen Armleuchter eintrat, den edlen Gaſt und kuͤnftigen Gebieter nach ſeinem im an⸗ dern Fluͤgel des Schloſſes gelegenen Schlafgemache zu geleiten.

Das Alles that er jetzt, und als die Liebenden ſchieden, ſchien kein Wetterwoͤlkchen je den Himmel ihres Gluͤcks getruͤbt zu haben.

Der Graf hatte ſeinem zukuͤnftigen Schwiegerſohn ſchweizend die Hand gereicht und ſtand, als dieſer das