Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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den Schaͤfer ſeitdem zweimal hier unter dieſem Fenſter poſtirt ſah, zu dem er unverwandt emporſtarrte, ohne Zweifel in der Hoffnung, Sie zu erblicken

Es iſt genug, mein Herr! unterbrach den Eifer⸗ ſuͤchtigen Lydia mit ſtrenger, faſt finſtrer Miene.So ſehr ich Ihnen fuͤr die Wachſamkeit verbunden bin, welche Sie meiner Perſon widmen, ſo ernſtlich muß ich gegen jedes Wort, jede Miene proteſtiren, die auch den leiſeſten Verdacht gegen mein Thun und Laſſen verrathen moͤchten Ich zweifle nicht, daß ein Mann, der an Hoͤ⸗ fen geglaͤnzt hat, Takt genug beſitzen wird

Graͤfin! ich bitte! fuhr Herr von Moͤllnitz ge⸗ reizt auf.

Ich denke ſo wenig daran, Sie irgendwie zu ver⸗ letzen, ſagte Lydia, indem ſie ploͤtzlich eine ruhige, zu⸗ trauliche Miene annahm,daß ich vielmehr Ihr Ver⸗ trauen erwidern und Ihnen einen evidenten Beweis meiner Offenherzigkeit geben will. Glauben Sie wol, Arthur, daß das Geſicht des jungen Mannes, der das ungluͤck hatte, Ihre Eiferſucht zu erregen, mir ſchon ſeit langer, langer Zeit wie ein dunkles Traumbild vor⸗ ſchwebte?

Lydia! rief der Lieutnant erbleichendich erkenne Sie nicht mehr.Dieſer Sarkasmus ſteht Ihnen nicht wol!

Nicht doch, Arthur, ich rede im Ernſt! fuhr das Maͤdchen fort.Als er mir am Sonntage das Buch reichte und ſeine großen hellen Augen feſt auf