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„Wenn meine Liebe zu Ihnen, wenn unſer ganzes Ver⸗ haͤltniß nichts iſt als eine fixe Idee, nun, dann moͤchte ich Ihnen beipflichten und nur um ein wenig Mitleid bitten. Da es aber ſcheint, als ſei die Urſache meines Leidens Ihnen immer noch ein unaufloͤsliches Raͤthſel, und ich ſonach, um mich und meine fuͤnf Sinne zu rechtfertigen, deutlicher ſprechen muß, ſo mag es ge⸗ ſchehen.“
„Sie ſind ſehr guͤtig, Arthur. Beginnen Sie denn?“
„Als Sie am vergangenen Sonntage in Meutin⸗ gen aus der Kirche traten, verloren Sie, im Begriff, in den Wagen zu ſteigen, Ihr Geſangbuch. Ehe ich noch durch das Gedraͤnge Ihnen nahen konnte, trat ein klei⸗ ner blondkoͤpfiger Burſche in Jaͤgertracht vor, hob das Buch auf und reichte es Ihnen mit einem ſo kecken und unverſchaͤmten Blicke, daß ich nicht uͤbel Luſt verſpuͤrte, den unberufenen Pagen zu Boden zu ſchlagen.“
„Sie wuͤrden dann um eine herrliche Ritterthat reicher geweſen ſein!“ bemerkte Lydia bitter.„Aber Sie ſcheinen weit auszuholen, denn ich begreife nicht, wie die unbedeutende Dienſtleiſtung eines jungen Mannes, den ich nicht kenne,—“
„Sie kennen ihn nicht, wiſſen vielleicht in dieſem Augenblicke ſich ſeine glatten, maͤdchenhaften Geſichtszuge trotz aller Muͤhe nicht mehr in's Gedaͤchtniß zu rufen!“ ſagte Arthur mit verbiſſenem Ingrimm.„Nun wol; aber was ſagen Sie wol dazu, daß ich denſelben blon⸗


