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Moͤllnitz verherrlicht, von den abſonderlichen Launen des Grafen, der immer finſtrer und menſchenfeindlicher ge— worden ſei, vom Herrn Binzgo, dem Kaſtellan, dem es auf dem Schloſſe gar nicht mehr gefallen wolle, und ſo fort, von Einem auf's Andere kommend, daß gar kein Ende des Geſpinſtes abzuſehen war. Mathias aber blickte, den Arm auf's Knie und den Kopf in die flache Hand geſtutzt, zerſtreut und unluſtig vor ſich hin, bis der Name Lydias ſeine Aufmerkſamkeit auf's Neue rege machte.
„Ja, mein Freund Binzgo hat freilich nicht viel erlauſcht!“ fuhr Jakob in ſeiner Chronika fort—„aber ſo viel glaubte er mit Gewißheit verſichern zu koͤnnen, daß zwiſchen Fraͤulein Lydia und Dero Herrn Braͤutigam ſchon oͤfters ein finſteres Woͤlkchen aufgeſtiegen iſt. Er ſoll zum Beiſpiel ſchrecklich eiferſuͤchtig ſein.“
„Nun, die Qual gönne ich ihm von Herzen!“ murmelte Mathias.
„Und ein Hitzkopf iſt er und jähzornig— na, das Schloßgeſinde weiß davon zu erzaͤhlen. So oft er auf Rußberg iſt, und man ſieht ihn oͤfter dort, als in ſeiner
Garniſon, kriechen die Leute ſcheu und gebuͤckt umher,
als wenn der Großtuͤrke unter ihnen wäre, und's gnä⸗ dige Fraͤulein ſelber geht dann manchmal mit truͤben Augen herum.“
„Teufel! er wird es doch nicht wagen, ſie zu be⸗ leidigen?“ fuhr Mathias auf.„Ha, wenn ich wuͤßte, daß er ſie weniger verehrte als eine der lieben Heiligen, daß er ſich nicht jeden Augenblick ſelig prieſe ob des


