Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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mert's uns? Aber was Ihr da von der jungen Graͤ⸗ fin ſagtet, hat mich wahrhaftig uͤberraſcht. Lydia verlobt und mit dieſem Herrn von Moͤllnitz, der mir ſo kalt, ſo ſtolz und gefuͤhllos erſchien an jenem verhaͤngnißvollen Morgen, wo mich der Graf ihm zu verkaufen gedachte! Ich kann nicht glauben, daß der ſie ſo gluͤcklich machen werde, als dieſer Engel es verdient.“

Dabei ſeufzte der Sprecher tief und blickte trubſinnig zu Boden. Das Bild ſeiner jungen Herrin ſtieg in all' dem ſtrahlenden Liebreize ihrer hohen Schoͤnheit vor ſei⸗ ner Seele auf und mit wehmuͤthiger Freude gedachte er jener Zeit, wo es ihm vergoͤnnt war, ſie taͤglich zu ſehen, wo ihn ein mildes Laͤcheln, ein freundliches Wort von ihr mit begeiſtertem Entzuͤcken erfuͤllte. Wie ganz anders war es ſeitdem worden! wo war das unbewußte traͤu⸗ meriſche Gluͤck jener Tage, wo der Seelenfrieden, die heitere Unbefangenheit, die ihm damals Gegenwart und Zukunft, das ganze Leben ſchoͤn und roſenroth erſcheinen ließ? Eine finſtere Kluft, vom Verhaͤngniſſe und durch eigene Schuld geſchaffen, gaͤhnte duͤſter zwiſchen dem Jetzt und Damals, und den entſchwundenen froͤhlichen Sonnentagen war truͤbe Daͤmmerung gefolgt, eine fruͤhe, duͤſtre Nacht verkuͤndend.

Darum ſeufzte Mathias.

Der alte Kloſtermeier aber plauderte weiter nach Herzensluſt, wie es alte Leute gar gern zu halten pfle⸗ gen. Er erzaͤhlte von den glaͤnzenden Feſtivitaͤten, welche das Verlobungsfeſt der Graͤfin und des Herrn von