Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Schatzes, den er aus ihr errungen,— ich haͤtte Luſt, ihn zu zuͤchtigen und zugleich meine Rechnung mit ihm abzumachen!“

„Nicht doch, Junge!“ beſaͤnftigte ihn Jakob— „was gehen Dich derlei Haͤndel an, zumal Du dort nichts mehr zu ſuchen haſt? Ich denke, wenn der Lieute⸗ nant ihr nicht gefallen härte, wuͤrde ſie ihn nicht zu ih⸗ rem Liebſten erwählt haben, und wenn es bisweilen ein kleines Gewitterchen giebt, ohne welches nun einmal kein Brautſtand voruͤbergeht, ſo iſt die Verſoͤhnung dann um ſo zärtlicher. Ueberdieß wird der Herr von Moͤllnitz kein Narr ſein und etwas thun, was Vater oder Tochter ernſtlich aufbringen koͤnnte. Denn es verlautet, er brauche die funfzig Tauſend Gulden Mitgift ſo noͤthig, wie ein Ertrinkender ein Stuͤckchen trocknen Boden.“

Mathias war und blieb einſilbig und ſichtlich zer⸗ ſtreut. Als die Sonne zum letzten Male zwiſchen den dunklen Laubkronen der Kaſtanien auf dem Kirchhofe hervorſchimmerte und ihren goldenen Scheidegruß in's Thal niederſendete, erhob er ſich und nahm Abſchied von dem Alten, ſo dringend dieſer ihn auch bat, die Nacht uber zu bleiben.„Es iſt unmoͤglich, Vater!“ ent⸗ gegnete Mathias.„Bedenkt, ich habe zwei ſtarke Tage⸗ reiſen vor mir und nur noch achtundvierzig Stunden Urlaub. Ihr hoͤrtet es, daß mein Kamerad morgen früh in Biberbach erwartet.“

Jakob mußte wol einwilligen, um ſo mehr, Mathias ihm gelobte, den Sonntag nach vierzehn Ta⸗