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hauſes das herumſchweifende Auge des Wanderers feſſeln. Haͤtte der Graf das ganze herrliche Land, welches er von dem platten Dache des Schloßthurmes erblickte, ſein eigen nennen duͤrfen, er waͤre der Reichſte unter Schwa⸗ bens Adel geweſen; leider aber war ſein Beſitzthum nur klein und uͤberdies tief verſchuldet. Er hatte naͤmlich das Ungluͤck, ein juͤngerer Sohn zu ſein, dem nach dem Tode ſeines Vaters nur ein geringer Theil des betraͤchtlichen Grundbeſitzes der Familie zufiel, welchen ſein Bruder Chriſtoph nach dem ungerechten aber ſanktionirten Geſetze der Primogenitur uͤbernahm. Schon dieſer Umſtand, noch mehr aber eine ſogenannte Mesalliance, welche der juͤngere Graf nach ſeiner erlangten Muͤndigkeit ſchloß— er hei⸗ rathete die eben ſo ſchoͤne als arme Tochter eines ſimpeln Landedelmannes— entfernten die Bruͤder mehr und mehr von einander, und ſo glaͤnzend ſich die aͤußeren Verhaͤlt⸗ niſſe Chriſtophs durch eine dem Geize nahe verwandte Sparſamkeit geſtalteten, deſto trauriger und verwickelter wurde die Lage Georgs, des juͤngern Bruders. Die ge⸗ genſeitige Kälte ging in Abneigung, die Abneigung in Haß uͤber, der ſich, als ein Prozeß wegen eines unklaren Paragraphen im väterlichen Teſtamente Beide als erklärte Gegner einander gegenuͤberſtellte, in der wuͤthendſten und ruͤckſichstloſeſten Erbitterung Luft machte. Georgs Ge⸗ mahlin ſtarb nach einer zehnjahrigen, wie allgemein ver⸗ lautete, ungluͤcklichen Ehe. Ihr raſcher Tod ſchien auf den verwittweten Gatten einen tiefen Eindruck zu machen und eine gaͤnzliche Veraͤnderung ſeiner Geſinnung zu be⸗


