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bisweilen zerſtreut und niedergeſchlagen geſehen, ſo magſt Du dies allerdings dem unerwarteten Tode meines theu⸗ ren Bruders zurechnen—“ hier zitterte ſeine Stimme, und er fuhr mit der Hand raſch uͤber die Stirn— „am Meiſten aber beſchaͤftigt mich jetzt die Ausſicht auf meine zukuͤnftige politiſche Stellung. Du weißt, der Churfurſt gedenkt, mich nach Berlin zu ſenden!“— Ly⸗ dia blickte den Vater lange mit ſchmerzlicher Beſorgniß an, und ſchuͤttelte leiſe den Kopf. Dies ſchien einen neuen Sturm in dem Innern des epcentriſchen Mannes hervorzubringen, denn er wurde bald roth, bald blaß, und eben oöffnete er ſeine Lippen zu einer heftigen Rede, als der Wirth, von Stephan, dem Kutſcher, begleitet, hereintrat.
„Herr Graf, hier bringe ich das Theezeug und noch etwas, was man immer brauchen kann,“ ſagte Letzterer, und legte ein Paar Piſtolen auf den Kamin⸗ rand, wobei er ſeinem Herrn mit geheimnißvoller Miene ein Paar Worte ins Ohr fluſterte.
„Euer Gnaden, der Kutſcher iſt verruͤckt!“ ſchrie der Wirth, in deſſen Geſicht muhſam verhaltene Wuth brannte—„nach ſeiner Rede muß ich glauben, daß er mein ehrliches Wirthshaus fuͤr eine Raͤuberhoͤhle haͤlt. Erſt ſitzt er zitternd wie ein altes Weib am Kamine, und kaum iſt er aufgethaut, da kriecht und ſpionirt er in allen Winkeln'rum und macht ein Geſicht, als hätte er Geſpenſter geſehen.“
„Nun, und wenn ich Geſpenſter geſehen habe, was


