Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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und Ernſthaftes, daß man daraus ſchließen durfte, ihre Seele ſei fruͤh gereift, und habe eine weit uͤber ihre Jahre hinausgehende Charakterfeſtigkeit gewonnen.

Vater und Tochter denn in dieſem Verhaͤltniſſe ſtanden die eben geſchilderten Perſonen zu einander verharrten eine Zeitlang in tiefem Stillſchweigen und ſchienen, indem ſie ihre Seſſel nahe an den Kamin ge⸗ ruckt hatten, ſich der wohlthaͤtigen Einwirkung der Waͤrme hinzugeben. Der Vater hatte die Arme uͤber die Bruſt verſchraͤnkt und ſtarrte in die Flammen mit einem Aus⸗ druck von Geiſtesabweſenheit, der ſich ploͤtzlich in eine Miene des Schreckes und allmaͤlig tiefen Kummers ver⸗ wandelte, als er ſeine Augen auf das Madchen wendete, die ebenfalls gedankenvoll zur Erde blickte.

Du biſt traurig, Lydia, begann er endlich, und ſeine Stimme klang weniger rauh und mißtoͤnend bei Deiner Jugend ſollte ich meinen, dieſes Ungluͤck koͤnne Dich nicht ſo gewaltig ergriffen haben.

Ach, mein Vater, entgegnete das Maͤdchen ſanft ich war dem Onkel Chriſtoph gut, herzlich gut, aber dennoch wollte ich aufhoͤren, mich zu betruͤben, wenn ich nicht Sie ſeit jenem ſchrecklichen Tage ſo beiſpiellos leidend ſähe. Sie ſind es, den ich beklage

Mich? mich? Maͤdchen! fuhr ploͤtzlich der Vater auf, und Leichenblaͤſſe uͤberzog ſein Geſichtwas ſoll das? Warum beklagſt Du mich? Mir fehlt nichts, gar nichts, und ich bedarf weder Deines Mitleids, noch das irgend Jemands. Wenn Du mich in der letzten Woche