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holte aus dem Kaminraume Holzbloͤcke und Reiſig, und bald foderte ein luſtiges Feuer die Gaͤſte auf, ſich um deſſen behaglichen Waͤrmekreis zu gruppiren.
Auch aus dieſem Zimmer fuͤhrte eine kleine, ſchmale Treppe nach einem etwas hoͤher gelegenen, welches der Wirth als Schlafgemach bezeichnete, und darin die koͤſt⸗ lichſten, dickſten und ſchwerſten Betten verhieß, welche zwanzig Meilen in der Runde exiſtirten. Nachdem ihm anbefohlen war, ſich von dem Kutſcher die Theemaſchine nebſt den nöthigen Ingredienzien einhaͤndigen zu laſſen und etwas kaltes Gefluͤgel— das Einzige, worauf ſich die lange Delicateſſenliſte des Wirthes bei genauer Pru⸗ fung reducirte— herauf zu beſorgen, ward er vorlaͤufig entlaſſen, und die Reiſenden entledigten ſich ihrer viel⸗ fachen, der rauhen Jahreszeit angemeſſenen Maͤntel und
Huͤllen. Wir benutzen dieſen Moment, ſie einer fluchti⸗ gen Muſterung zu unterwerfen.
Der gnädige Herr— wie wir Stephan ihn tituliren hoͤrten— war ein langer, hagerer Mann mit ernſten, ja finſteren Geſichtszugen. Er mochte nicht viel uͤber funfzig ſein, obwol eine gewiſſe Erſtarrung in ſeinen ſcharf markirten Zuͤgen und der gelbliche, krankhafte Teint des Geſichts ihn weit älter erſcheinen ließen. Seine grauen Augen lagen tief und ſchweiften gewoͤhn⸗ lich unſtät von einem Gegenſtande zum andern. Seine Naſe war lang, duͤnn und gebogen, waͤhrend der Mund mit vollſtaͤndigen, blendend weißen Zähnen gewiß den unſchönen Eindruck des Geſichts gemildert hätte, waäre


