Teil eines Werkes 
1. Theil (1848)
Entstehung
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Seltenheit, jetzt um Mitternacht aber etwas Unerhoͤrtes, ſchien die Bewohner des geräumigen aber alterthuͤmlichen und finſtern Gebaͤudes fuͤr den erſten Moment ganz außer Faſſung zu bringen. Lichter und Laternen wurden drinnen hin und her getragen, laͤrmende Stimmen erſchollen, dann war wieder Alles ſtill; man ſchien zu berathen, und eben waren die Inſaſſen des Wagens ungeduldig ausgeſtiegen und an die verſchloſſene Thuͤr getreten, als ein Riegel von innen zuruͤckgeſchoben wurde, und eine betraͤchtlich dicke, in einen weiten Schafpelz gehuͤllte Figur offnete. Ihr hochrothes, glaͤnzendes Angeſicht und die blinzelnden, grauen Augen verriethen die Wirkungen einer uͤberreichlichen Quantitaͤt Bier, die ſich uͤberdies in einem etwas ſchwankenden Gange und dem unerſchoͤpflichſten Redefluſſe unzweifelhaft manifeſtirte. Sie leuchtete den Fremden ziemlich unverſchaͤmt in's Geſicht, und pries dann, nachdem ſie ein buckliges, die Wuͤrde eines Haus⸗ enechts bekleidendes Weſen dem erſtarrten, hilfloſen Kut⸗ ſcher zum Beiſtand geſendet hatte, die Vorzuͤge des todten Schuͤtzen mit einer Begeiſterung, die den Ver⸗ dacht erregen mußte, daß wahrſcheinlich wenig oder nichts zu haben ſein werde. Voran watſchelnd fuͤhrte ſie ihre Gaͤſte zuerſt in die Schenkſtube, welche, geraͤumig, ſchwarz und duͤſter, von einem dicken eichenen Pfeiler getragen, nicht im Mindeſten zum Verweilen einlud; denn außer der graͤulichen Unordnung eines unterbrochenen Gelages, deſſen Theilnehmer, ſeltſam genug, nirgend mehr zu ent⸗ decken waren, herrſchte eine ſchwere, dumpfe Stickluft in